Letzte Aktualisierung: 1. Juni 2024

Da ist er wieder: der Frühling. Prickelt wie Brausepulver auf der wintermüden Seele.

Die ersten Triebe verzaubern die winterknorrigen Bäume mit zartgrünen Wölkchen. Mutige kleine Farbtupfer formieren sich zu einer pastellfarbenen Oase.
Tauche mit mir ein in die Welt der Pastellfarben und lasse uns gemeinsam den Frühling in all seiner Pracht einfangen.

Ein Moodboard für deine Ideensammlung

Was ist ein Moodboard?

Ein Moodboard ist eine Sammlung von verschiedenen Elementen wie Bildern, Farbpaletten, Texturen und Schriftarten, um eine bestimmte Atmosphäre zu einzufangen. Es entsteht eine Stimmungscollage aus der Zusammenstellung von Ideen und Inspirationen.

Das Moodboard hilft dabei, die grundlegende Designrichtung festzulegen, bevor du tiefer in den eigentlichen Gestaltungsprozess einsteigst.

Wofür verwendest du ein Moodboard?

Als kreatives Werkzeug kannst du es einsetzen, um im Designprozess deine Inspirationen und Konzeptvorschläge visuell zu kommunizieren. In der Entwurfsarbeit hilft es sicherzustellen, dass Designer und Kunde dieselben Vorstellungen haben, wenn es um die visuelle Ästhetik eines Projekts geht.

Bei der Gestaltung eines Corporate Designs oder einer Websites ist es ein wunderbares Instrument, um die gestalterische Vision für eine Marke zu darzustellen. Egal, ob es um die Farbgestaltung, die Bildauswahl oder die typografischen Entscheidungen geht, das Moodboard ist eine unverzichtbare Ressource, die dabei hilft, deine Kunden zu verstehen und ihre Wünsche und Bedürfnisse in das Design einzubeziehen.

Moodboards kommen in den unterschiedlichsten Designprojekten zum Einsatz, wie z.B. bei der Gestaltung von Modekollektionen, Schaufensterdekorationen, Innenraum-Ausstattungen uvm.

In Form eines Visionboards kannst du es für die Visualisierung deiner Ziele und Ideen in deiner Businessplanung einsetzen.

Oder versuch es doch mal mit einem Reiseboard in dem du deine Traumziele und Wunschorte für deinen nächsten Urlaub sammelst. Das ist Vorfreude pur.

Inspirationen und Motive für Frühlings-Farben sammeln

Machst du deine Ideensuche analog oder digital? Wie arbeitest du am liebsten?

Gehe auf Entdeckungsreise

Lass dich von der Natur inspirieren, um die passenden Farben für dein Frühlings-Moodboard zu finden. Wenn es dich mit den ersten warmen Frühlingstagen rauslockt, beobachte die lebendigen Töne des Frühlings in Blumen, Blättern und dem Himmel.
Fotografiere deine Entdeckungen oder sammle Fundstücke.

So legst du dir deine eigene Bildergalerie an, insbesondere wenn du selber gerne fotografierst.
Deine Fotos sind dann authentisch und einzigartig. 

Analoge Collagen mit Papier und Farben

Du liebst die Haptik von besonderen Malgründen und Papiercollagen?
Dann nutze ein einfaches Tagebuch zum einkleben oder ein Skizzenbuch mit dickerem Papier, darauf kannst du auch mit Farben arbeiten.

Ich sammle mit Begeisterung Papiertüten, Schnipsel, Flyer, Kassenzettel, Zeitungsartikel, Fotos aus Zeitungen… Worüber ich eben so „stolpere” und freue mich dann über die Auswahl, wenn ich Entwürfe vorbereite.
Sobald ich in meinem Skizzenbuch blättere, ist die besondere Atmosphäre der Augenblicke für mich sofort wieder präsent.

Für dein digitales Moodboard machst du davon Fotos, die du dann weiter verwenden kannst.

Online Ideen sammeln

Das Internet bietet ein wahre Fundgrube an Ideen, von denen du dich inspirieren lassen kannst. Es gibt eine Reihe von kostenpflichtigen und kostenfreien Bilddatenbanken in denen du Bildmaterial auswählen kannst.
Hier einige Links, wo du fündig werden kannst. 

Kostenpflichtige Bildagenturen

Adobe Stock

Getty Images

Shutterstock

Kostenfreie Bildagenturen

Unsplash

Pixabay

Die Grafikdesign-Plattform Canva

Kennst Du Canva ? Ein Allround-Tool mit dem du deine Social Media Posts, Präsentationen, Druckvorlagen uvm. erstellen kannst. Canva beinhaltet u.a. eine Bibliothek mit freien Fotos, die du verwenden kannst. Die kostenfreie Variante hat schon eine Menge Möglichkeiten, probier es gleich aus!

Bilder mit KI erstellen

Ganz neue Möglichkeiten bietet mittlerweile die Künstliche Intelligenz. Damit kannst du dein eigenes Bildmaterial kreieren. Eine erste einfache Möglichkeit bietet z.B. Canva zum ausprobieren.

Reminder zu den Bildrechten

Überlege dir bevor du startest ob du dein Moodboard privat oder professionell nutzen möchtest und achte dann auf die entsprechenden Bildrechte bei deinem ausgewählten Material.
Beachte die Richtlinien auch oder gerade bei „kostenfreien“ Fotos. Die Lizenzbedingungen findest du in den jeweiligen Bilddatenbanken.

Mein Tipp für dich: Verwende eigene Fotos, dann gestaltest du deine Moodboards individuell und unverwechselbar.

Moodboard Frohe Ostern
Moodboard “Monstermäßige Ostern” in Pastellfarben

Eine harmonische Farbpalette anlegen 

Wie findest du nun die perfekten Farben für dein Frühlings-Moodboard?

Frühlingsstimmung in Pastelltönen

Pastelltöne sind sanfte, zarte Farben, die an die Frische des Frühlings erinnern. Sie entstehen durch das Hinzufügen von Weiß zu einer reinen Farbe und bekommen dadurch einen helleren weichen Ton, der leicht und beruhigend wirkt. Typische Pastellfarben sind zarte Rosa-, Blau-, Gelb- und Grüntöne, aber auch anderen Farben kannst du mit einem Weißanteil einen pastelligen Charakter geben.

Einsatzbereiche von Pastelltönen

Pastells sind in ihrer Farbwahrnehmung eher zurückhaltend und verleihen in der Grafik- und Webgestaltung dem Design eine feminine, romantische oder auch elegante Ästhetik, wie zum Beispiel in der Mode und im Interior Design.

Die sanfte Leichtigkeit, die sie ausstrahlen fängt perfekt das Erwachen der Natur nach dem kalten Winter ein. Die Blütenblätter der Frühlingsblumen in zartem Rosa, die ersten warmen Sonnenstrahlen in sanftem Gelb, das Blau eines klaren Frühlingshimmels und dir frischen Grüntöne die aus den Bäumen schießen. Passend zur Jahreszeit symbolisieren sie Hoffnung, Neuanfang und Wachstum, ebenso wie die Freude und das Festliche von Ostern.

Praktische Tool-Tipps für die Auswahl der Farben

Farbfächer von HKS oder Pantone-Farbkarten

Du arbeitest gerne haptisch und direkt mit Farben auf Papier oder Collagen-Material? Verwende für den kreativen Prozess deine Lieblings-Werkzeuge.

Für die Gestaltung und farbliche Umsetzung im digitalen Moddboard, auf Deiner Website oder in Printmaterialien kannst Du die Farbcodes dann mit Hilfe von Farbkarten oder auch online auswählen.

Farbkartensysteme gibt es als HKS-Farben oder Pantone-Farben . Einen kostengünstigen Einstieg bietet dir das Set mit 100 Pantonefarben im Postkartenformat vom Dumont-Verlag für 22 €.

Das Adobe Color Wheel nutzen

Adobe Color Wheel ist ein kostenfreies Online-Tool um die perfekten Farben für dein Moodboard auszuwählen und zu kombinieren. Dieses praktische Werkzeug ermöglicht es dir, Farbschemata aus deinen Fotos zu erstellen und zu experimentieren, bis du die ideale Kombination gefunden hast, die deine Vision am besten widerspiegelt.

Du kannst damit auch die Farbcodes deiner analogen Entwürfe bestimmen und deine Farbkombinationen von Text und Hintergrund auf Barrierefreiheit überprüfen, also ob sie gut leserlich sind.

Tipps aus der Farbtheorie für die Erstellung deines Farbschemas

Bei der Auswahl und Kombination deiner Farben triffst du auf Begriffe aus der Farbtheorie wie z.B. Farbhöhe, Helligkeiten, Farbharmonie etc. Machen wir einen kleinen Ausflug in die Farbtheorie.

Der Begriff “gleiche Farbhöhe” bezieht sich darauf, dass verschiedene Farbtöne ähnliche Helligkeitswerte oder Tonwerte haben. Das bedeutet, dass sie ungefähr den gleichen Grad an Helligkeit besitzen, auch wenn sie unterschiedliche Farben haben können. Die Helligkeit ist ein entscheidender Faktor für Pastellfarben. Ein zartes Pastellblau und ein sanftes Pastellrosa haben die gleiche Farbhöhe, wenn sie ähnliche Helligkeitswerte aufweisen. Damit erreichst du, dass deine Farben gut zusammenspielen und ein ausgewogenes Gesamtbild erzeugen.

Die Farbharmonie kommt ins Spiel, wenn es darum geht Farben auszuwählen, die gut zueinander passen. Testen kann du das mit dem Adobe Color Wheel, das ich dir oben schon vorgestellte habe, dann siehst du auch gleich wie die Farbenkombi aussieht.
Du kannst damit verschiedene Farbharmonien ausprobieren, wie z.B. monochromatisch, komplementär, analog, triadisch oder split-komplementär um ein ausgewogenes Farbschema zu erstellen.

Eine sanfte, ausgewogene Ästhetik erreichst du, indem du ähnliche Farbtöne verwendest. Mehr Dynamik erzielst die mit kontrastierenden Farben.

Mit diesen Grundlagen bist du gut gerüstet, um deine eigene Pastell-Farbpalette zu gestalten.
Experimentiere mit verschiedenen Farbtönen, spiele mit Helligkeit und Farbharmonie und finde heraus, was am besten zu deiner Design-Idee passt.

Das Layout deines Moodboards 

Nachdem du deine Farbpalette und Bilder sorgfältig ausgewählt hast, steht nun die Strukturierung deines Moodboards auf dem Plan. Das Layout spielt eine entscheidende Rolle, um deine Ideen effektiv zu präsentieren und sie visuell ansprechend zu gestalten.

Strukturierung deines Layouts

Ein Layout definiert die Anordnung deiner Elemente auf dem Moodboard. Es ist vergleichbar mit dem Rahmen eines Kunstwerks, der die einzelnen Teile zusammenhält und eine klare Struktur schafft.

Dei Größe richtet sich nach dem Einsatzbereich und kann quadratisch wie z.B. für einen Instagram-Post mit 1080 x 1080 px oder rechteckig für z.B. eine Präsentation mit 1920 x 1080 px sein. Mit Tools wie Canva kannst du ganz einfach professionelle Layoutvorlagen nutzen und deine eigenen Designs gestalten. Canva bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten, die dir dabei helfen deine Ideen digital umzusetzen.

Moodboard Frühling in Pastellfarben
Moodboard “Frühling in Pastellfarben” mit Weißraum

Weißraum schafft eine leichte und luftige Anmutung

Weißraum, auch als Negativ- oder Leerraum bekannt, ist der Bereich um ein Designelement herum, der nicht mit Inhalten oder Grafiken gefüllt ist. Er spielt eine entscheidende Rolle im Grafikdesign, Webdesign und allgemein im kreativen Gestaltungsprozess.

Weißraum hilft dabei, das Design zu strukturieren, die Aufmerksamkeit auf bestimmte Elemente zu lenken und die Lesbarkeit zu verbessern. Gut platzierte Leerräume schaffen ein Gefühl von Balance und Harmonie im Design und tragen dazu bei, dass das Design ansprechend und hochwertig wirkt.

An dem Beispiel „Frühling in Pastellfarben“ siehst du den Einsatz der Farbe Weiß. Um Negativ- oder Leerraum in der Gestaltung anzuwenden, kannst du auch mit jeder anderen Farbe arbeiten. Konkret geht es darum, den einzelnen Elementen im Gesamtkonzept genug Raum zu geben.

Bildkomposition und die Anordnung deiner Bilder

Da in einem Moodboard viele verschiedene Motive zusammenspielen bietet es sich an, ein klar strukturiertes und übersichtliches Layout zu verwenden und dem ganzen Design damit mehr Ruhe zu geben, da in den einzelnen Bildmotiven schon so viel passiert.

Mit der Anordnung der Bilder schaffst du eine harmonische Balance in deinem Design. Du kannst die Aufmerksamkeit des Betrachters lenken und damit deine gewünschte Botschaft in den Fokus setzen.

Wie du deine Bildmotive im Layout positionerst hängt aber auch von der Bildkomposition selber ab, also die Anordnung von Elementen innerhalb eines Bildes oder einer Fotografie. Sie spielt eine entscheidende Rolle an welcher Stelle in deinem Layout du das Motiv verwendest.

Am Beispiel “Frühling in Pastellfarben “sind die blühenden Blumen am unteren Bildrand positionert, die “Brummseln” dürfen im oberen Bereich fliegen.

Wähle Bildausschnitte mit spannenden Details

Falls du den Eindruck hast dein Moodboard ist überladen oder verwirrend, kannst du neben dem klar und einfach aufgebauten Layout auch die Bildausschnitte bewusst auswählen.

Der Bildausschnitt bezieht sich darauf, welcher Teil des Fotos oder Bildes im finalen Design zu sehen ist. Der Ausschnitt kann dabei eng fokussiert sein, um ein bestimmtes Detail hervorzuheben, oder weitwinkelig, um einen umfassenden Überblick zu bieten. Die Auswahl des optimalen Bildausschnitts hängt von der beabsichtigten Wirkung des Bildes und dem Kontext des Designs ab. 

Ein kleiner Ausschnitt kann sehr wirkungsvoll sein. Du bringst damit mehr Ruhe und Ausgewogenheit in dein Design. Zudem kann es auch sehr spannend sein den Inhalt nur anzureißen und der Phantasie des Betrachters freien Lauf zu lassen. 

Ein Moodboard ist mehr als nur eine Sammlung von Bildern und Farben – es ist ein kreatives Werkzeug, um Ideen zu visualisieren und Inspiration zu bieten. 
Und bei aller Theorie: Sei kreativ und hab Spaß dabei!

Welche Erfahrung hast du mit Moodboards gemacht?

In welchem Bereich setzt du sie besonders gerne ein? Antworte mir doch gerne unten in den Kommentaren. Ich bin gespannt.

Inspirierende Farbkombinationen

Hier findest du Beiträge mit Farbpaletten, die du dir gerne abspeichern kannst. Die Farbcodes kannst du für deine digitale Gestaltung in Grafikprogrammen oder direkt auf deiner Website verwenden.

2 Antworten zu „Frühling: Moodboard in Pastellfarben“

  1. Liebe Evelyn, ein klasse Beitrag, der gerade Einsteigerinnen und Anfängern in Sachen Design einen einfachen Zugang zum Thema Moodboards bietet. Gefällt mir sehr gut!
    ✨ Zauberhafte Grüße
    Birgit

    1. Evelyn Taresch

      Liebe Birgit, lieben Dank für dein wunderbares Feedback und deine wirklich hilfreichen Tipps. Farbenfrohe Frühlingsgrüße Evelyn

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